Das keltische Imbolc-Fest und Maria-Lichtmess

Das keltische Imbolc-Fest als Geburtsfest des Frühlings wurde vermutlich am 2. Neumond nach der Wintersonnenwende gefeiert - ein Tag, der auch in vielen anderen alten Kulturen von großer Bedeutung war:

Die harte Zeit des Winters und des Verzichts ging langsam zu Ende und man feierte das stärker werdende Licht sowie die damit wachsende Hoffnung! Heute, am 13. Februar 2021, war der 2. Neumond in diesem Jahr (nicht Schwarzmond! 🌚) und ab jetzt werden auch für uns die Tage spürbar länger und der Frühling ist nicht mehr weit. ☀️🌷💐

Das Wort “Imbolc” oder auch “Imbolg” geht aller Wahrscheinlichkeit nach auf das alt-irische Wort “Imbfolc” zurück, was übersetzt soviel wie Reinigung, Waschung oder Läuterung bedeutete. An das Ritual unserer keltischen Vorfahren erinnert heutzutage nur noch Maria-Lichtmess, welches im christlichen Glauben nach dem Sonnenkalender gerechnet am 2. Februar gefeiert wird. Es markiert 40 Tage nach Hl. Abend den offiziellen Abschluss der Weihnachtszeit. 

Bei den Kelten wurde am Imbolc-Tag die Göttin “Breo-Saighit” verehrt, deren Name heute noch als Brigid bekannt ist. Frei übersetzt meint es soviel wie “flammender bzw. glänzender Pfeil” 🏹. In der irischen Mythologie war Brigid(a) die Herrin des Feuers und die Schutzgöttin der Schmiede, Dichter und Heiler; bei den Kelten galt sie als Muttergöttin. Früher wurde an diesem Festtag rituell alles Licht, Feuer sowie die Glut in den Häusern und Höfen gelöscht, bevor dann symbolisch mit dem “heiligen Feuer” 🔥für das kommende Jahr neu entzündet wurde. Es war ein Fest im Kreise der Familie, nachdem man die lange, harte und dunkle Zeit des Winters zusammen im Haus bzw. auf dem Hof verbracht hatte. Man zelebrierte damit das neue Erwachen in der Natur und die Geburt des Lichtes.

Noch heute kennen vielleicht manche von uns das Brigida-Kreuz, das der Pfarrer an Maria-Lichtmess in der Kirche segnete und welches die Menschen als Schutz gegen das Böse anschließend zurück ins Eigene Haus tragen sollten. Auch hier wurde der alte keltische Brauch aufgegriffen, frisches Grün aus der Natur am Imbolc-Tag ins eigene Haus zu tragen, um damit die Ankunft des Lebens und des Neubeginns zu feiern und mit der Kraft des neuen Lichts alles Dunkle und Böse zu besiegen.

Brigida-Kreuz